Talente und Chancen nutzen

Wir sind eine tolerante, offene Gesellschaft. Chancengleichheit ist mir wichtig. Jeder verdient eine zweite Chance. Unabhängig von ihrer sozialen Herkunft müssen junge Menschen Gelegenheit haben, das Beste aus Ihren Talenten und Fähigkeiten zu machen.

Genauso gilt es alten Menschen Schutz und Hilfe, aber auch Selbstbestimmung zu gewähren. Das Alter, den letzten Lebensabschnitt, zu meistern, erfordert persönliche Stärke. Bisweilen die Akzeptanz von Einschränkungen. Wichtig ist mir, dass Menschen rücksichtsvoll miteinander umgehen, Nöte, Sorgen und Probleme erkennen, Lösungen anbieten und zügig umsetzen. Wertschätzung und Hilfsbereitschaft soll unser Handeln bestimmen.

Um den Zusammenhalt nicht zu verlieren, müssen wir verstärkt Solidarität einfordern. Unsere Zeit ist schnelllebig. Um Schritt zu halten, müssen wir uns intensiver austauschen. Dabei gewinnen soziale Netzwerke immer größere Bedeutung. Und auch hier ist ein verantwortungsbewusstes Umgehen – das heißt, weder anonym noch verletzend zu argumentieren – gefordert.

Unsere Welt verändert sich

Die Welt entwickelt sich stetig fort. Das Verlangen von Flexibilität und der technische Fortschritt sind große Herausforderungen. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Welt in den kommenden zehn Jahren gravierend verändern wird.
Die technische Entwicklung (Automobilindustrie, 3D-Druck, verstärkter Einsatz von Robotern, Wirtschaft 4.0), die weltweiten politischen Veränderungen (Brexit, die aktuelle Entwicklung in den Vereinigten Staaten von Amerika) und die ungleichen Lebensverhältnisse auf den Kontinenten, all dies führt zu veränderten Konstellationen. Wir müssen uns darauf einstellen. Sollten Zielbilder entwickeln, die inhaltlich ausgestaltet und verständlich sind.

Engagement und persönliche Leistung müssen sich lohnen. Das Einkommen, über das der Einzelne verfügt, muss in der Höhe ausreichend sein, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. Wohnung, Freizeitaktivitäten und eine Vorsorge, die Altersarmut verhindert.
Der Sozialstaat muss unterstützend wirken, sollte in Notfällen einspringen, doch Bequemlichkeit darf er nicht akzeptieren. Wenn sich arbeitende Menschen benachteiligt fühlen, der Eindruck entsteht, dass „Schmarotzertum“ gestützt wird, droht eine gesellschaftliche Spaltung.
Wer sein Leben lang gearbeitet hat, sollte am Ende nicht auf Unterstützung angewiesen sein – das muss uns gelingen. Der Begriff Altersarmut ist eine Schande für unser Land. Es gilt Rentenmodelle zu entwickeln, an die der Bürger glauben kann. Die Aussage „Die Rente ist sicher“ muss wieder Geltung erhalten.
Eine soziale Marktwirtschaft mit fairen Löhnen und einer ausreichenden Absicherung bei Krankheit und im Alter muss unser Leitbild sein. Engagierte, fleißige Menschen müssen in unserem Land eine Chance haben. Es darf jedoch nicht sein, dass es Menschen gibt, die mehr als zwei Jobs benötigen, um über die Runden zu kommen. Für dieses Ziel gilt es die staatlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Das Leben ist vielfältig

Differenzierter betrachten sollten wir unterschiedliche Lebensformen. Die Gesellschaft setzt sich aus vielen verschiedenen Lebensgemeinschaften / Partnerschaftsbeziehungen zusammen. Dies ist wichtig, richtig und zu akzeptieren.
Zur Lebensqualität des Einzelnen tragen viele Faktoren bei. Dazu müssen die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen passen. Mit dem Gefühl, dass sich vieles verändert und man sich nicht dagegen wehren kann, hat sich eine große Mehrheit arrangiert. Doch das Maß darf nicht überschritten werden, sonst verlieren wir den Halt und die Zuversicht in die Zukunft.

Eigenverantwortung ist unerlässlich und verstärkt einzufordern. Das Rufen nach dem Staat, das Suchen nach Schuldigen, sind falsche Verhaltensmuster. Wer jammert, verliert wertvolle Zeit. Wir müssen uns unseres Wohlstandes bewusst sein, das Erreichte als Verpflichtung sehen. Der Mensch sucht nach Sicherheit, Stabilität und einer Perspektive für die Zukunft. Unser Land hat die besten Chancen erfolgreich zu sein.

Ein wichtiger Aspekt: Sicherheit

Unverzichtbar ist das Gefühl der Sicherheit. Die Diskussion um Abschiebung, Fußfessel und Überwachung (Video, Rasterfahndung, etc.) hat viel zu lange gedauert. Wenn sich die Kriminalität organisiert und erkennbar zuschlägt, dürfen wir uns nicht in Diskussionen verlieren. Die organisierte Kriminalität greift auf Technik und Fanatismus zurück, wie es uns bisher nicht bekannt war. Wir brauchen neue Antworten, können nicht auf alte Handlungsmuster zurückgreifen. Wir brauchen konsequente Entscheidungen, die ein rasches Handeln zum Schutz der Bürger/des Landes ermöglichen.

Die Ordnung, die sich unser Land gegeben hat, gilt es zu akzeptieren. Wer dies nicht anerkennt, gehört nicht in unser Land und/oder hat mit einer angemessenen Strafe zu rechnen. Ordnung schenkt Menschen Wohlbehagen, Sicherheit, Halt und Stabilität.

Das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten ist eine Bereicherung, wenn die Integration von beiden Seiten gewollt ist und gemeinschaftlich angestrebt wird. Es gilt sicherzustellen, dass sich das Gefühl der Überfremdung nicht ein-stellt und dort, wo dies bereits der Fall ist, gezielt und strikt gegengesteuert wird. Wer die in der Bundesrepublik geltende Ordnung nicht anerkennt, muss das Land zügig verlassen.

Schlussgedanke

Wir dürfen Deutschland nicht schlecht reden. Die Bundesrepublik ist eines der gerechtesten, sichersten und reichsten Länder der Welt. Jeder Einzelne von uns trägt täglich seinen Teil dazu bei.
Wir müssen uns dafür einsetzen, dass wir die offenkundigen extremen Ungleichheiten am Arbeitsmarkt in den Griff bekommen – Millionengehälter einerseits, Leben an der Armutsgrenze andererseits. Dass dies als ungerecht empfunden wird, ist mehr als verständlich.

Die Welt schaut auf die Bundesrepublik Deutschland, beneidet uns um unsere Systeme für Bildung, Gesundheit, Steuern und Soziales sowie unsere wirtschaftliche Stärke. Doch auch wir können Vieles noch besser machen. Sowohl für die Menschen, die eine positive Perspektive benötigen, als auch im Sinne einer funktionierenden Volkswirtschaft.